Griechische und lateinische Philologie
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Lehre Gräzistik Sommersemester 2026

VORLESUNGEN

Unklassische Klassiker: Die Griechische Literatur in Hellenismus und Kaiserzeit (Griechische Literaturgeschichte II) (Prof. Dr. Regina Höschele)

Vorlesung 

Derivativ, epigonal, artifiziell – dies sind nur einige der abschätzenden Werturteile, mit denen man die nachklassische Literatur Griechenlands lange Zeit über bedacht hat. Erst in den letzten Jahrzehnten hat die Forschung erkannt, wie faszinierend diese Literatur ist: Viele der Texte sind ungemein anspielungsreich, experimentieren mit bestehenden Gattungsformen, inszenieren in selbstreflexiver Weise ihre „Spätheit“ und wirken dabei oft ausgesprochen modern.

Wir werden in der Vorlesung ausgewählte Texte unterschiedlichster Jahrhunderte (3. Jh. v.Chr. – 5. Jh. n.Chr.) mit Blick auf ihren soziokulturellen Hintergrund und die sich verändernden Bedingungen literarischer Produktion und Rezeption betrachten: Von der Poesie Alexandrias über die Prosaliteratur des kaiserzeitlichen, unter römischer Herrschaft befindlichen Griechenlands hin zur Dichtung der Spätantike, in der pagane und christliche Kultur aufeinandertreffen.

Die Vorlesung richtet sich an alle LiteraturliebhaberInnen, die Spaß an nicht-klassischen, mit Traditionen brechenden Texten haben (und wenn Sie bisher eher der Klassik zugeneigt sind, dann lassen Sie sich davon überzeugen, dass die griechische Antike noch viel, viel mehr zu bieten hat).

Veranstaltungsnummer: 13394
Termin: Dienstag, 14-16 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 015

 

Griechische Historiographie (Narrative Formen II) (PD Dr. Claas Lattmann)

Vorlesung - Narrative Formen II: Griechische Historiographie

„Ein Besitz für immer“ – dies gilt nicht nur für Thukydides’ Schrift zum Peloponnesischen Krieg, sondern auch für das gesamte Feld der antiken griechischen Geschichtsschreibung: Was wüssten wir schließlich noch von der griechischen Geschichte und allgemein Kultur, wenn nicht die Griechen selbst die sich bei ihnen ereignenden Geschehnisse aufgezeichnet und sich selbst in kritischer Reflexion in der linearen Entwicklung der Geschichte verortet hätten?

Die Vorlesung strebt einen Überblick über die griechische Geschichtsschreibung von ihren Anfängen bis in die Spätantike an – das heißt einer Gattung, die ein bemerkenswert breites Spektrum von individuellen Formen und Ausprägungen aufweist, von historischen Monographien über Universalgeschichten, Abhandlungen über fremde Völker und Lokalgeschichte bis zu Biographien über einzelne Individuen, Traktaten zur Methode der Beschreibung von und Reflexion über die Vergangenheit und geographischen Werken, die überhaupt erst einmal einen Beitrag zur Schaffung einer sachlichen Grundlage für die historiographische Arbeit leisten sollten.

Ein Schwerpunkt wird auf der Klassik und hier insbesondere Herodot, Thukydides und Xenophon liegen; zugleich soll jedoch auch die gesamte Bandbreite der diversen Autoren und Formen der antiken Geschichtsschreibung exemplarisch zum Sprechen gebracht werden. Dabei sollen nicht nur Werksübersichten gegeben werden, sondern anhand schlaglichtartiger Analysen repräsentativer Stellen auch die charakteristischen Eigenheiten der einzelnen Autoren und Schriften herausgearbeitet werden.

Die Vorlesung heißt alle herzlich willkommen, die eine zentrale und in der Antike wie für die Moderne hoch einflussreiche Gattung der griechischen Prosaliteratur im Überblick kennenlernen wollen. Alle Textpassagen werden in Übersetzung vorgestellt; vorherigen Griechischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Veranstaltungsnummer: 13001
Termin: Dienstag, 12-14 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 015

Aristoteles als Biologe (Diskursive Formen II) (Prof. Dr. Peter Isépy)

Vorlesung Diskursive Formen II: Philosophie und Rhetorik

Aristoteles ist in der Regel als Philosoph bekannt. Tatsächlich war er jedoch in erster Linie Biologe und Begründer der ersten biologischen Systematik. Die aristotelische Biologie umfasst dabei nicht nur das Physische, sondern auch die Seele, die nach Aristoteles in ihrer Vollkommenheit zwar nur dem Menschen, in Teilen jedoch auch den übrigen Lebewesen – Pflanzen wie Tieren – eigen ist.

Die Psychobiologie des Aristoteles ist in den Werken De partibus animalium, Historia animalium, De anima, den Parva naturalia, De incessu animalium, De motu animalium und De generatione animalium niedergelegt. In der Vorlesung sollen diese Schriften in ihrem Gesamtzusammenhang hinsichtlich ihres Inhalts und ihrer Überlieferung betrachtet werden.

Veranstaltungsnummer: 13002
Termin: Donnerstag, 10-12 Uhr
Raum: Luisenstr. 37 C 106

 

SEMINARE

Wasser und Macht (Narrative Formen II) (PD Dr. Annamaria Peri)

Proseminar

Dem Wasser, sei es als Element, sei es als naturräumlicher Ressource, sprachen die Griechen ein komplexes Geflecht von kulturellen, oftmals religiös konnotierten Bedeutungen zu. Gegenstand unseres Seminars ist die Darstellung des Verhältnisses zwischen Wasser und politischer Macht bei den griechischen Geschichtsschreibern, von Herodot über die Alexanderhistoriker und die Verfasser von Kaiserbiographien bis hin zu Prokop im 6. Jh. n. Chr. Wir werden unter anderem folgende Themen betrachten:

- Rivalität zwischen Menschen und Meeres- oder Flussgottheiten;

- Umgestaltung einer Landschaft (und damit auch der sozialen Beschaffenheit der darin lebenden Gemeinschaft) durch hydraulische Großprojekte;

- Erschöpfung des lokalen Wasserdargebots zur Versorgung eines erobernden Heeres;

- Imperialismus auf See;

- Seefahrt auf exotischen Meeren als Behauptung allumfassender Herrschaftsansprüche;

- Inszenierung von Kontrolle über die Natur durch die Überwältigung von Seeungeheuern.

Texte im Original sowie bibliographische Angaben und weitere Materialien werden den Teilnehmenden elektronisch zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie: das Seminar setzt Griechischkenntnisse voraus.

Veranstaltungsnummer: 13057
Termin: Donnerstag, 18-20 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A – 103

Aristoteles, De partibus animalium IV (Diskursive Formen II) (Prof. Dr. Peter Isépy)

Seminar Diskursive Formen II: Philosophie und Rhetorik

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars erhalten einen Einblick in den laufenden Editionsprozess von Aristoteles’ De partibus animalium IV und können daran durch das gemeinsame Kollationieren sowie die textkritische Auswertung der Handschriften und der mittelalterlichen Übersetzungen mitwirken.

Veranstaltungsnummer: 13014
Termin: Donnerstag, 14-16 Uhr
Raum: Leopoldstr. 11 A-B – 433

Hetären und Prostituierte in der griechischen Literatur (Masterseminar) (Prof. Dr. Regina Höschele)

Schön, verführerisch, unabhängig, gebildet – so zeichnen antike Texte das Bild von Hetären, von Frauen, die ihre nackten Körper öffentlich zur Schau stellten, deren legendäre Schönheit weithin gefeierte Kunstwerke inspirierte, die mit Philosophen, Dichtern und Politikern verkehrten, mit Witz und Schlagfertigkeit kommunizierten. Bei diesem Bild handelt es sich jedoch in erster Linie um ein literarisches Konstrukt, das mit der historischen Realität der meisten Frauen und (häufig versklavten) Sexarbeiterinnen in der Antike wenig zu tun hat. In diesem Seminar wollen wir die Darstellung berühmter Hetären wie Lais, Phryne, Neaira, Thais und Glykera in unterschiedlichen literarischen Gattungen (Rhetorik, Komödie, Epigramm, fiktionale Briefe, Dialoge etc.) näher betrachten. In Auseinandersetzung mit altertumswissenschaftlicher Forschungsliteratur und Theorien aus den Gender und Queer Studies werden wir die Repräsentation weiblicher Sexualität, die Konstruktion weiblicher Stimmen durch männliche Autoren, sowie die kulturelle Signifikanz der Hetäre innerhalb der griechischen Imagination untersuchen.

Kenntnisse des Altgriechischen sind für das Seminar nicht erforderlich. Während sich Studierende der Gräzistik die antiken Texte in der Originalsprache erarbeiten, können andere Teilnehmer:innen diese auch in Übersetzung lesen (in Kombination mit einem größeren Pensum an Sekundärliteratur).

Veranstaltungsnummer: 13071
Termin: Mi, 9-12 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 020


Poseidippos von Pella (Masterseminar) (Prof. Dr. Peter Bing)

Epigramme waren kurze Gedichte, die ursprünglich in Stein oder anderen Gegenständen gemeißelt wurden. Sie konnten als Grabinschriften auf Grabsteinen, als Widmungen auf Votivgegenständen und als Ehrenschriften auf politischen oder persönlichen Denkmälern erscheinen, beispielsweise zum Gedenken an Siege bei den Panhellenischen Spielen. Während solche Gedichte während der gesamten Antike weiterhin in Stein gemeißelt wurden, entwickelten sie in der frühen hellenistischen Zeit ein paralleles Leben als reine „Literatur“, die für Schriftrollen geschrieben wurde und von den führenden Dichtern der Zeit bevorzugt wurde. Im Jahr 2001 wurde ein Papyrus (P. Mil. Vogl. VIII 309) aus dem späten 3./frühen 2. Jahrhundert v. Chr. mit Überresten von 112 Gedichten des frühhellenistischen Epigrammatikers Posidippos veröffentlicht, der am ptolemäischen Hof in Alexandria tätig war. 110 der Gedichte waren völlig neu. Posidippos trat damit als der am besten erhaltene Dichter hellenistischer Epigramme hervor. In diesem Seminar werden wir sowohl die bereits bekannten Gedichte von Posidippos als auch vor allem die neuen Gedichte untersuchen, um Einblicke in den ptolemäischen Hof und seine Höflinge, den zeitgenössischen Kult, die Ästhetik des 3. Jahrhunderts v. Chr., die Entwicklung des frühen Epigrammbuchs, usw., zu gewinnen.

Veranstaltungsnummer: 14304
Termin: Dienstag, 14-16 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A – 114

LEKTÜREKURSE

Kolluthos, Der Raub der Helena (Autorenlektüre II) (PD Dr. Fabian Horn)

Ziel dieser Lektüre ist die Auseinandersetzung mit der Kunstsprache des griechischen Epos und das Erlernen bzw. Wiederholen des Versmaßes des Epos, des daktylischen Hexameters. Dafür werden wir das spätantike Kurzepos Der Raub der Helena des Kolluthos (5./6. Jhd. n. Chr.) zusammen vollständig lesen, in dem die Episoden des Paris-Urteils und der Entführung der Helena nach Troja vor dem Beginn des Trojanischen Krieges erzählt werden.

Veranstaltungsnummer: 13058
Termin: Mittwoch, 12-14 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 207

Anakreon und die Anakreonteen (Autorenlektüre II) (Prof. Dr. Regina Höschele)

Während Anakreons lyrisches Werk thematisch sehr vielfältig war, wurde er in späterer Zeit fast ausschließlich als der Dichter von Wein, Liebe und Gesang betrachtet. Die Anziehungskraft der sympotisch-erotischen Welt, die in seiner Dichtung evoziert wird, war so groß, dass zahlreiche Dichter (von der Antike bis in die frühe Neuzeit), danach strebten, selbst zu "Anakreon" zu werden und in ihren Versen in die Rolle des Sängers aus Teos schlüpften. Eine Sammlung 60 anonymer Gedichte, die so genannten Carmina Anacreontea, bietet uns einen faszinierenden Einblick in die Rezeption des berühmten Dichters, dessen Oeuvre selbst nur fragmentarisch überliefert ist. In dem Kurs werden wir zunächst die überlieferten Fragmente Anakreons (sowie einige weiterere archaische Lyriker) lesen und dann spätere Visionen von Anakreon betrachten, wie sie uns im hellenistischen Epigramm und den Anakreonteen begegnen, deren letztes Gedicht programmatisch mit der Aufforderung "Imitiere Anakreon, den berühmten Sänger" endet.

Veranstaltungsnummer: 13059
Termin: Donnerstag, 10-12 Uhr
Raum: Schellingstr. 3 - S326

Thukydides, Buch 6 (Narrative Formen II) (PD Dr. Claas Lattmann)

Lektürekurs - Narrative Formen II: Griechische Historiographie

Thukydides aus Athen gilt als Begründer einer objektiv-kritischen, politischen Geschichtsschreibung. Als unmittelbar involvierter Zeitzeuge schrieb er ein – allem Anschein nach unvollendetes – Werk über den Peloponnesischen Krieg. Thukydides’ reflektierter methodischer Ansatz übte ebenso wie sein karger, in den eingeflochtenen Reden der handelnden Personen aber auch rhetorisch geschliffener Stil übte einen nachhaltigen Einfluss auf die antike Geschichtsschreibung und gesamte Prosaliteratur aus. Doch sein Einfluss auch auf die Moderne ist nicht geringzuschätzen: Nicht nur als Bezugspunkt bei der Entwicklung wissenschaftlicher Geschichtsschreibung, sondern insbesondere auch seine Reflexionen zur Natur von Mensch und Krieg finden noch in den aktuellsten politischen Debatten ihren Nachhall, etwa in der gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik.

In der Lektüreübung werden wir das sechste Buch von Thukydides’ Schrift in Auszügen im griechischen Original lesen. Dieses Buch behandelt den Beginn der sogenannten Sizilischen Expedition in den Jahren 415 bis 413 v. Chr. – eine für Athen desaströs ausgehende Ausweitung des Kriegsgeschehens auf Sizilien, in der sich die imperialistischen Ambitionen der Polis verdichteten und die nicht wenig zur späteren Niederlage im gesamten Krieg beitrug.

Die Lektüre verschafft uns nicht nur instruktive Einblicke in einen entscheidenden Moment des gesamten Krieges und schlaglichtartig ebenso in die innerathenischen politischen Verhältnisse einschließlich der schillernden Figur des Alkibiades – sondern wir können Thukydides hier auch als einen literarisch und rhetorisch kunstfertigen und ambitionierten Autor kennenlernen.

Die Veranstaltung richtet sich einerseits an Studierende, die das Modul „Narrative Formen II“ besuchen, andererseits sind jedoch auch alle anderen Interessierten herzlich willkommen, die in gemeinsamer exemplarischer Arbeit am griechischen Text einen der spannendsten und einflussreichsten antiken Geschichtsschreiber kennenlernen und direkte Einblicke in einen der entscheidenden Wendepunkte der griechischen Geschichte erlangen möchten.

Veranstaltungsnummer: 13056
Termin: Mittwoch, 12-14 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 210

Aristoteles über das gute Leben II : Eudemische Ethik (Diskursive Formen II) (Dr. Christina Prapa)

Intensive Lektüre Diskursive Formen II: Philosophie und Rhetorik

Organisatorisch (und wichtig für alle, die außerhalb Münchens wohnen): Der Kurs beginnt um 8:30 Uhr! Schluss 10:00 Uhr.

Materialien (Kritische Ausgabe et al.) werden für angemeldete Studierende zur Verfügung gestellt.

Veranstaltungsnummer: 13013
Termin: Donnerstag, 8:30-10 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A - 103

 

Reading Greek Philosophy in Greek (Diskursive Formen II) (Dr. Cagla Umsu)

Das Seminar findet statt in der Leopoldstraße 11b (rechter Seiteneingang) im vierten Stock („Munich School of Ancient Philosphy“), Raum 433.

Voraussetzungen: Griechischkenntnisse im Umfang des Graecums sind erforderlich.

Veranstaltungsnummer: 13015
Termin: Dienstag, 14-16 Uhr
Raum: Leopoldstr. 11 A-B - 433

Griechische Mythographie vom Hellenismus bis zur Kaiserzeit (Griechische Lektüre für Latinisten/-innen) (Dr. Saskia Schomber)

Unter dem Stichwort 'Mythographie' werden antike Prosa-Texte zusammengefasst, die Mythen und Mythenversionen sammeln, erzählen und bisweilen auch erklären. Manchmal enthalten sie Variationen bekannter Geschichten, von anderen aber dürften auch mythologiebegeisterte moderne Leser:innen noch nie gehört haben.

Wir werden Auszüge aus den mythographischen Werken von Parthenios von Nikaia, Antoninus Liberalis und Apollodor übersetzen und diese griechischen Texte mit mythologischen Erzählungen aus der lateinischen Literatur vergleichen.

Veranstaltungsnummer: 13445
Termin: Montag, 14-16 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A - 114

ÜBUNGEN

Mythologie und Religion der Griechen (Grundlagen der Klassischen Philologie II) (Prof. Dr. Peter Bing)

Dieser Kurs führt die Studierenden in die griechische Mythologie ein, einschließlich ihrer Beziehung zur Religion, anhand von ausgewählten Texten der archaischen und klassischen Epoche. Wir werden uns mit gängigen Vorstellungen über Mythen auseinandersetzen, insbesondere mit der Vorstellung, dass es jemals eine kanonische Version einer bestimmten Erzählung gegeben habe. Geschichten wurden vielmehr ständig transformiert, um die Anliegen einzelner Autoren und ihrer Gemeinschaften zu verschiedenen Zeiten und aus unterschiedlichen Perspektiven widerzuspiegeln. Aufgrund seiner privilegierten Stellung im öffentlichen Diskurs wurde der Mythos schon früh heftig kritisiert: Wir werden die Kritik am Mythos durch antike Kritiker sowie seine ebenso entschlossene Verteidigung durch antike allegorische, historisierende und anthropologische Interpreten untersuchen. Darüber hinaus werden wir moderne Interpretationsansätze zum Mythos lesen und betrachten.

Veranstaltungsnummer: 13069
Termin: Mittwoch, 14-16 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 020

 

Sehschule für Klassische Philologen (Grundlagen der Klassischen Philologie III) (Dr. Saskia Schomber)

Überblickswissen: T. Hölscher, Klassische Archäologie: Grundwissen, Verlag Philipp von Zabern 2014 (u.ö.).

Veranstaltungsnummer: 14300
Termin: Dienstag, 16-18 Uhr
Raum: Schellingstr. 3 (S) - S 242

Griechische Syntax (Griechische Grammatik) (Dr. Cagla Umsu)

Übung

Veranstaltungsnummer: 13055
Termin: Dienstag, 9-12 Uhr
Raum: Amalienstr. 17 - A 107

Die Figur des Orpheus in der griechischen, lateinischen, italienischen Literatur der Renaissance und in der Oper (Rezeption der griechischen Literatur) (Dr. Casolari-Sonders, Prof. Dr. Florian Mehltretter)

Masterseminar

Orpheus, der mythische Sänger, ist eine Figur des Übergangs: Er überschreitet die Grenze zum Hades, aber er ist auch Anlass und Fokus von literarhistorischen Bewegungen: von der griechischen zur lateinischen Dichtung, von der Antike zur Renaissance und zur Neuzeit, von der Lyrik zur Epik und zur Bukolik und schließlich zum Theater.

Seine Ankunft im Theater der Frühen Neuzeit ist zudem gezeichnet von seiner Statur als Sänger und als Lyriker: Schon bei Poliziano (15. Jh.) trägt die dramatische Verarbeitung des Orpheus-Stoffes musiktheatralische Züge. In der Frühphase der Oper, aber auch noch im 18. Jahrhundert ist Orpheus ein beliebter Held des Musiktheaters.

Das Seminar erkundet diese Bewegungen anhand griechischer, lateinischer und italienischer Texte, die im Original gelesen werden; Studierende der jeweils anderen Philologien oder der Musik- bzw. Theaterwissenschaft können sich mit Übersetzungen behelfen. 

Veranstaltungsnummer: 14822
Termin: Donnerstag, 12-14 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A – 218

 

Methoden der Interpretation (Michael Neidhart)

Übung

Veranstaltungsnummer: 13061
Termin: Montag, 12-14 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A - 118

 

Griechische Stilübungen II (Michael Neidhart)

Übung

Wie im ersten Teil der Griechischen Stilübungen ist es das Ziel dieses Kurses, durch grammatisches Studium und intensive Lektüre, Analyse und Imitation ausgewählter Originaltexte eine profunde Kenntnis der Grammatik, Lexik und Stilistik des Altgriechischen zu entwickeln.

Grammatikalischer Schwerpunkt des zweiten Teils der Griechischen Stilübungen wird die Lehre von den Nebensatzarten sein. Kurs wird mit einer Klausur (90 Min) abgeschlossen.

Veranstaltungsnummer: 14305
Termin: Montag, 10-12 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A - 106



Repetitorium Griechische Sprach- und Stilübungen: Griechisch-Deutsche Übersetzung (Prof. Dr. Peter Isépy)

Übung für Fortgeschrittene

Veranstaltungsnummer: 14307
Termin: Montag, 14-16 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 201

Repetitorium Griechische Sprach- und Stilübungen: Deutsch-Griechische Übersetzung (PD Dr. Fabian Horn)

In diesem Kurs soll als Vorbereitung auf die Deutsch-Griechisch-Klausur des Staatsexamens das flüssige Übersetzen zusammenhängender Texte auf Staatsexamensniveau eingeübt werden. Eine gute Kenntnis der Grammatik (Bornemann/Risch) wird vorausgesetzt.

Veranstaltungsnummer: 14900
Termin: Mittwoch, 14-16 Uhr
Raum: Schellingstr. 9 - 101

Eine deutsche Neuübersetzung von Nonnos’ Dionysiaka (extracurricular) (Prof. Dr. Regina Höschele)

Extracurriculare Übung (ohne ECTS)

Mit einem Umfang von 48 Büchern sind Nonnos’ Dionysiaka (5. Jh. n.Chr.) das längste uns überlieferte griechische Epos und wohl auch eines der verrücktesten Gedichte der Antike: In einer stark manierierten und überaus bildreichen Sprache verfasst, erzählt es – mit zahlreichen narrativen Digressionen und in ständiger Anspielung auf frühere Texte – den Werdegang des Gottes Dionysos von seiner Zeugung bis hin zu seiner Apotheose.

Es existieren bislang zwei deutsche Versionen der Dionysiaka (Thassilo von Scheffer, 1925-1933; Dietrich Ebener 1985), die jedoch für ein modernes Lesepublikum nur bedingt ansprechend sind. In dieser Übung wollen wir – mit Blick auf eine geplante Neuübersetzung – gemeinsam überlegen, wie eine zeitgenössische Übersetzung dieses so komplexen Textes am besten aussehen sollte, mit verschiedenen Übersetzungstechniken experimentieren und grundsätzliche Fragen zu literarischer Übersetzung erörtern:Wie nah sollte man den Originaltext in all seiner sprachlichen Extravaganz nachahmen, wie gelingt es, die poetische Wirkung der Dionysiaka zu vermitteln und zugleich eine gut lesbare Übersetzung zu produzieren?

Alle Studierenden (auch solche, die bislang keine Erfahrung mit der Lektüre spätantiker griechischer Poesie haben) sind herzlich willkommen, sich dieser Diskussion anzuschließen.

Veranstaltungsnummer: 14301
Termin: Donnerstag, 14-16 Uhr
Raum: Schellingstr. 3 - S326


Textkritik: Theorie und Anwendung am Beispiel von Aristoteles' Eudemischer Ethik (extracurricular) (Dr. Christina Prapa)

Übung 

Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Textkritik. Denn für jede Beschäftigung mit antiken Texten, v.a. für das Studium der Altertumswissenschaften, ist das Verständnis des Charakters der Überlieferung und der Prinzipien einer textkritischen Edition die conditio sine qua non!

Der Kurs besteht aus einem theoretischen (ungefähr die ersten 6 Sitzungen) und einem praktischen Teil. Im zweiten, praktischen Teil lernen wir nicht nur den apparatus criticus einer beliebigen textkritischen Ausgabe zu verstehen, sondern wenden auch die Prinzipien für das Edieren antiker Texte auf Aristoteles' Eudemische Ethik (EE) an. (Die Teilnahme am Kurs "Aristoteles über das gute Leben II: Eudemische Ethik" kann daher nur von Vorteil sein:)

Alle Materialien werden zur Verfügung gestellt.

Für diesen Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich!

Griechischkenntnisse (im Umfang des Graecums) sind nur im zweiten Teil des Kurses notwendig.

Veranstaltungsnummer: 14302
Termin: Montag, 12-14 Uhr
Raum: Ludwigstr. 28, RG - 025

Forschungsseminar Griechische und Lateinische Philologie sowie Fachdidaktik der Alten Sprachen – Einzelansicht (Prof. Dr. Regina Höschele, Prof. Dr. Markus Janka, Prof. Dr. Verena Schulz)

In den (in der Regel) alle 14 Tage stattfindenden Sitzungen können Qualifikationsarbeiten oder andere Arbeitsvorhaben vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Es werden auch Gäste von auswärts zum Vortrag eingeladen.

Das Programm wird rechtzeitig im LSF-Dateidepot eingestellt sowie auf der Website der Abteilung publiziert (unter "Aktuelles").

Veranstaltungsnummer: 14326
Termin: Dienstag, 18-20 Uhr
Raum: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 109

SPRACHUNTERRICHT

Einführung in die griechische Sprache und Kultur I (Dr. Giulia Dovico)

Erster Teil des zweisemestrigen Kurses zur Vorbereitung auf das Graecum. Lehrbuch: Kantharos (Klett-Verlag).

Der Kurs wird neben dem Erwerb sprachlicher Grundkenntnisse (erster Teil der Grammatik und des Grundwortschatzes) und der Übung in der Technik des Übersetzens auch einen ersten Einblick in die griechische Kultur und Literatur bieten. Im Anschluss wird in der vorlesungsfreien Zeit ein Blockkurs zur Vertiefung der Kenntnisse angeboten.

Bitte lernen Sie bereits vor Beginn des Semesters das griechische Alphabet (zu finden im Wortschatzheft zum Kantharos)!

Veranstaltungsnummer: 13049
Termin: Mittwoch, 16-18 Uhr und Freitag 10-12 Uhr
Raum: Schellingstr. 3 (R) - R 203 bzw. Amalienstr. 73A - 211

Einführung in die griechische Sprache und Kultur II (Charlotte Rieger)

Zweiter Teil des zweisemestrigen Kurses zur Vorbereitung auf das Graecum.

Aufbauend auf den ersten Teil des Kurses im vergangenen Semester werden die weitere Grammatik im Kantharos ab Kap. 33 und neue thematische Schwerpunkte behandelt.

Zu diesem Sprachkurs wird eine zusätzliche Übung (ohne ECTS) angeboten:

„Lektüre zur Einführung in die griechische Sprache und Kultur II“ (Abenstein).

Im Anschluss wird es in der vorlesungsfreien Zeit wieder einen Blockkurs zur Wiederholung und Vertiefung der Kenntnisse geben.

Veranstaltungsnummer: 13048
Termin: Montag, 16-18 Uhr und Mittwoch, 10-12 Uhr und Freitag, 10-12 Uhr
Raum: Prof.-Huber-Pl. 2 (W) - LEHRTURM-W401 bzw. Geschw.-Scholl-Pl. 1 (F) - F 007 bzw. Schellingstr. 3 (S) - S 227

Übung zur Einführung in die griechische Sprache und Kultur I (Dr. Federica Casolari-Sonders)

Sprachunterricht - Übung

In dieser Übung soll parallel zum Graecumskurs I – passend jeweils zum behandelten Grammatikstoff und dem thematischen Schwerpunkt im Lehrbuch Kantharos – vor allem das Übersetzen trainiert sowie die Grammatik wiederholt werden.

Für die Lehrveranstaltung wird ein Moodle-Kurs eingerichtet. Alle zur Lehrveranstaltung zugelassenen Studentinnen und Studenten werde ich manuell einschreiben, damit der Zugriff auf die Materialien möglich ist.

Veranstaltungsnummer: 13050
Termin: Donnerstag, 18-19 Uhr
Raum: Amalienstr. 73A – 106

 

Lektüre zur Einführung in die Griechische Sprache und Kultur II (Lukian, Ikaromenipp) (Dr. Christina Abenstein)

In dem satirischen Dialog „Ikaromenipp oder: Der Wanderer über den Wolken“ erzählt der Kyniker Menipp, dessen Satiren Lukian als Vorbild dienten, von seiner Himmelsreise, die er angetreten habe, um Antworten auf die Fragen zu finden, die ihm die Vertreter der verschiedenen Philosophenschulen auf der Erde nicht hatten beantworten können. Im Himmel klopft er bei Zeus an und findet Gehör: Der Göttervater geißelt seinerseits vor der einberufenen Versammlung der Himmlischen die Nichtsnutzigkeit der Philosophen.

Als Textgrundlage verwenden wir der Einfachheit halber die über die UB digital verfügbare Loeb-Ausgabe (ISBN 9780674990609). Bitte bereiten Sie für die erste Sitzung den Paragraphen 1 vor.

Dieser Kurs begleitet die „Einführung in die griechische Sprache und Kultur II“.

Veranstaltungsnummer: 13462
Termin: Donnerstag, 14-16 Uhr
Raum: Richard-Wagner-Str. 10 - D 102