Griechische und lateinische Philologie
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Kleiner Führer durch die Institutsbibliothek

[A]  [B]  [C]  [D]  [E]  [F]  [G]  [H]  [I]  [J]  [K]  [L]  [M]  [N]  [O]  [P]  [Q]  [R]  [S]  [T]  [U]  [V]  [W]  [X]  [Y]  [Z]


A

Abkürzungen

Zeitschriften und andere wichtige Sammelschriften sowie Nachschlagewerke werden häufig abgekürzt zitiert. Wenn Sie die Abkürzung im Buch nicht aufgelöst finden, können Sie folgende Hilfsmittel zu Rate ziehen:

  • L'Année philologique (APh) / Index des périodiques. - Paris, 1982 (bibl. 20/51a).
    Beim Zitieren sollten Sie immer die Abkürzungen der APh benutzen.
    Hinweis: Wenn es sich um eine Zeitschrift handelt, die erst nach 1982 erstmals erschienen ist, können Sie das Abkürzungsverzeichnis benutzen, das in jedem Band der APh enthalten ist.
  • Clavis periodicum. - Madrid, 1995 (bibl. 1c).

Zeitschriftenabkürzungen

  • Wellington, Jean S.: Dictionary of bibliographic abbreviations found in the scholarship of classical studies and related disciplines. - Westport, Ct., 1983 (bibl. 1w).
  • Lexikon der Alten Welt (LAW) Zürich, 1965, Sp. 3463-3486 (RL 1100).
  • Internationale Titelabkürzungen (Leistner): Datenbank auf der UB-hompage

Abkürzungen antiker Autoren und ihrer Werke sind zu finden in

  • Thesaurus Linguae Latinae (ThLL). Index. - Lipsiae 21990 (Lex.lat. 1i(2)).
    Für das Zitieren lateinischer Autoren ist dieser Index verbindlich.
  • Diccionario griego-espanol (DGE). - Madrid, 1980, Vol. 1. S. IL-CXXII: Autores y obras; ergänzt in Vol. 5., 1997, S. XXIII-XXIX (Lex.gr. 2).
  • LAW, Sp. 3439-3464.
  • Der Neue Pauly (DNP). - Stuttgart, 1996ff, Bd. 1, S. XXXIX-XLVII.

Alphabetischer Katalog

Der Alphabetische Katalog (AK) verzeichnet die in der Bibliothek vorhandenen Werke unter dem Namen des Verfassers oder, bei anonymen Werken (z. B. Zeitschriften, Sammelwerken, Serien) unter ihrem Titel. In der Regel sind für ein Werk mehrere Katalogkarten vorhanden, z. B. für den Herausgeber oder die Serie.

ANTIKE AUTOREN sind unter ihrem LATEINISCHEN NAMEN verzeichnet. Das gilt auch für griechische Autoren (z. B. Callimachus). Die Ordnung innerhalb eines Autoren:

  • Gesamtausgaben (Opera)
  • Teilsammlungen (Mehrere komplette Werke)
  • Fragmente
  • Auszüge (Teile eines oder mehrerer Werke unter einem bestimmten Aspekt)
  • Einzelwerke (alphabetisch nach dem LATEINISCHEN TITEL)
  • Übersetzungen

Innerhalb dieser Gruppen alphabetisch nach den Herausgebern

  • Scholien
  • Viten
  • Indices, Konkordanzen, Wörterbücher
  • Bibliographien
  • Sekundärliteratur (zunächst Sammelwerke alphabetisch nach dem Titel, dann Verfasserwerke alphabetisch nach modernen Autoren)

Im AK sind bei der Sekundärliteratur auch Werke verzeichnet, die nicht bei dem Autor (z. B. a.gr.), sondern in einer anderen Gruppe (z. B. h.litt.) stehen.

REINE STELLENKOMMENTARE werden wie TEXTAUSGABEN behandelt.

Bei größeren Autoren sind die einzelnen Gruppen durch beschriftete Reiter untergliedert. Bei anderen antiken Autoren sind sie durch farbige Reiter gekennzeichnet:

  • schwarzer Reiter: Gesamtausgaben, Teilsammlungen, Fragmente, Auszüge
  • roter Reiter: Einzelwerke
  • blauer Reiter: Übersetzungen
  • gelber Reiter: Scholien
  • grüner Reiter: Indices, Konkordanzen, Wörterbücher
  • weißer Reiter: Sekundärliteratur

MODERNE VERFASSER werden in der Reihenfolge Nachname, Vorname(n) angesetzt. Bei Namen mit Präfixen empfiehlt es sich, unter dem Grundnamen nachzusehen. Dort ist er entweder verzeichnet oder es findet sich eine Verweisung auf die richtige Namensform. Die Werke eines modernen Verfassers sind alphabetisch nach dem ERSTEN SUBSTANTIV geordnet.

Bei ANONYMEN WERKEN ist das erste Ordnungswort das ERSTE SUBSTANTIV. Zur weiteren Ordnung werden die sinntragenden Wörter in der vorliegenden Reihenfolge herangezogen.

Beisp. Vorlage:
Europäische Bukolik und Georgik
Einordnung:
Bukolik europaeische Georgik

Der Katalog ist streng alphabetisch. I und J sind gleichgeordnet. Die Umlaute werden zu ae, oe und ue, ß zu ss aufgelöst.

Anonyme Werke

Antike anomyme Werke sind Schriften, deren Verfasser nicht bekannt oder nicht sicher ist bzw. verschiedenen Autoren zugeschrieben werden. Anonyme Werke werden unterschiedlich behandelt:

  • Sie können unter ihrem Titel aufgestellt sein
    z.B. Historia Augusta
  • Sie können bei Anonymus stehen
    z.B. Anonymus Valesianus
  • Sie können bei dem vermeintlichen Autor aufgestellt sein
    z.B. Homerus: Hymni, obwohl diese nicht von ihm stammen

Es empfiehlt sich, ein antikes anonymes Werk unter seinem Titel im Alphabetischen Katalog zu suchen.

Apparate

Für Lehrveranstaltungen werden häufig wichtige Werke in einen sog. "Apparat" gestellt. Diese Bücher sind mit einem farbigen Streifen auf dem Buchrücken gekennzeichnet und stehen im Regal gegenüber der Aufsicht. Am Regal ist dafür ein grüner Buchwächter eingestellt. Sie sind nicht verleihbar. Zweiter Absatz enfällt.

Aufsätze

Ein Aufsatz ist ein unselbständig erschienenes Werk. Er ist in eine Zeitschrift oder ein Sammelwerk (z. B. eine Festschrift) aufgenommen. Aufsätze werden in der Regel NICHT im Alphabetischen Katalog verzeichnet.

Ausnahmen: Sonderdrucke, Aufsätze am Institut lehrender Dozenten, Beiträge wichtiger Sammelwerke (z. B. ANRW; WdF).

Hinweis: Suchen Sie einen Aufsatz immer zuerst unter dem SAMMELWERK im Katalog. Falls das Sammelwerk nicht vorhanden ist, sehen Sie unter dem Verfasser nach, ob eventuell ein Sonderdruck oder eine Sammlung dieses Autors vorhanden ist. In Bibliographien sind Aufsätze verzeichnet.

Aufsicht

Sie können sich für Bibliotheksfragen an den Bibliothekar wenden. Wenn Sie ein Buch nicht finden, fragen Sie bitte die Aufsicht.

Auslagerungen

Aus Platzgründen ist ein Teil der Bestände ausgelagert. Es handelt sich größtenteils um ältere Auflagen und selten benutzte Werke.

Bitte vergewissern Sie sich am Katalog, ob nicht eine neuere Auflage des von Ihnen gewünschten Werkes am Regal steht. Wenn neuere Auflagen vorhanden sind, ist dies auf der Katalogkarte für das ausgelagerte Buch mit dem Hinweis "s. auch folgende Karte(n)" gekennzeichnet.

Bei ausgelagerten Zeitschriften handelt es sich ausschließlich um solche, von denen nur einige wenige, meist ältere Jahrgänge vorhanden sind und die nicht mehr weitergeführt werden. Wenn Sie ein ausgelagertes Buch benötigen, können Sie dies formlos bei der Aufsicht bestellen. Am Regal befinden sich für ausgelagerte Bücher keine Buchwächter.

Ausleihe

Die Bibliothek ist eine PRÄSENZBIBLIOTHEK, d. h. es müssten sich immer alle Bücher in der Bibliothek befinden. In Klassischer Philologie eingeschriebene Studenten können allerdings übers Wochenende Bücher entleihen. Doktoranden und Examenskandidaten können bis zu einer Woche entleihen.

KURZFRISTIGE Entleihe für Kopierzwecke ist jederzeit möglich. Allerdings sind bestimmte, v. a. ältere Werke, aus konservatorischen Gründen von der Kopiermöglichkeit ausgeschlossen.


B

Bibliographien

Bibliographien verzeichnen Literatur (Monographien wie Aufsätze) zu einem bestimmten Gebiet. Sie sind meist systematisch geordnet und durch ein Verfasserregister erschlossen.

Übergreifende Bibliographien stehen in der Gruppe bibl. Bibliographien zu den einzelnen antiken Autoren stehen bei diesen vor der Sekundärliteratur. Spezielle Bibliographien stehen in der entsprechenden Sachgruppe.

Die wichtigste Bibliographie für die klassische Philologie ist die Année philologique (APh). - Paris, 1924ff. (bibl.20) Sie erscheint jährlich, hat aber einen Berichtszeitverzug von zwei bis drei Jahren. Die Bibliographie ist teilweise auch auf CD-ROM zugänglich (cd. 20). In absehbarer Zeit wird sie vollständig in elektronischer Form vorliegen.  Für neuere Literatur kann man die Bibliographische Beilage (erscheint viermal jährlich) des Gnomon (Z 620) heranziehen.

Buchwächter

Wenn ein Buch sich nicht an der Stelle befindet, an der es gemäß seiner Signatur stehen müsste, ist dort meist ein Buchwächter (auch Stellvertreter oder Repräsentant genannt) eingestellt. Es gibt fünf verschiedene Buchwächter:

  • roter Buchwächter: Das Buch befindet sich in der Bibliothek an einer anderen Stelle, entweder dauerhaft im Glasschrank oder, wegen seines Formates, in einem bestimmten Regal, das näher bezeichnet ist, oder vorübergehend auf dem Neuausstellungstisch in Raum I.
  • grüner Buchwächter: Das Buch befindet sich während des Semesters in einem der Apparate in Raum I.
  • blauer Buchwächter: Das Buch befindet sich beim Buchbinder. Falls Sie ein Buch benötigen, das durch einen blauen Buchwächter vertreten wird, wenden Sie sich bitte an die Aufsicht.
  • schwarzer Buchwächter: Das Buch befindet sich im "Antiquitäten-Glasschrank“. Wenden Sie sich bitte an den Bibliothekar.

Hinweis: Der Buchwächter soll ein Buch vertreten. Achten Sie also bitte darauf, dass der Buchwächter an der richtigen Stelle verbleibt.


C

Computer

Die Bibliotheks-Computer dienen nur zu Recherchezwecken. CD-ROMs können gegen Eintrag in die Glasschrankliste bei der Aufsicht geholt werden. Einführungen zur Benutzung des Computers werden in regelmäßigen Abständen an der UB gehalten. Achten Sie bitte auf entsprechende Hinweise am Schwarzen Brett. Beim Computer befinden sich auch die Handbücher und Einführungsblätter.


F

Festschriften

Festschriften sind Sammelwerke, die aus Anlass eines runden Geburtstages eines Wissenschaftlers herausgegeben werden. Sie enthalten in der Regel Originalaufsätze verschiedener Verfasser. Häufig findet sich auch ein Schriftenverzeichnis des Gefeierten. Die Festschriften stehen meist in der Gruppe op., alphabetisch unter dem Namen des Gefeierten. Im Alphabetischen Katalog sind sie unter dem Formalbegriff "Festschrift" verzeichnet. Es finden sich auch Karten unter dem Titel, dem Namen des Gefeierten und dem Herausgeber. Die einzelnen Beiträge sind nicht im Katalog verzeichnet.

Ein nützliches Hilfsmittel: Articles on antiquity in Festschriften / an index comp. by Dorothy Round. - Cambridge, Mass., 1962 (bibl. 150)

Führungen

Führungen durch die Bibliothek finden zu Beginn jeden Semesters statt. Bitte beachten Sie entsprechende Anschläge.


G

Glasschrank

Durch Entwendung besonders gefährdete Bücher sind als „Glasschrank-Bücher“ gekennzeichnet und befinden sich im Regal gegenüber der Aufsicht.. Es handelt sich hauptsächlich um Übersetzungen. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Übersetzungen im Glasschrank stehen. Außerdem sind dort die neuen, noch nicht gebundenen Zeitschriftenhefte untergebracht. Die Gruppen cass. und cd. befinden sich bei der Aufsicht. Am Regal befindet sich für die Bücher ein roter Buchwächter. Der Standort ist im Alphabetischen Katalog gekennzeichnet. Glasschrank-Bücher dürfen nur gegen Eintragung in der bei der Aufsicht liegenden Liste entnommen werden.

Im "Antiquitäten-Glasschrank" stehen Werke, die vor 1800 erschienen sind. Am Regal ist ein schwarzer Buchwächter eingestellt. Falls Sie ein solches Buch benötigen, wenden Sie sich bitte an den Bibliothekar.


K

Kommentare

REINE STELLENKOMMENTARE werden wie TEXTAUSGABEN behandelt. Sie stehen also bei den Texten und werden im Katalog bei diesen verzeichnet. Leider wurde früher häufig keine Karte für den Kommentator eingelegt. Sehen Sie deshalb auch immer beim antiken Autor nach, wenn Sie einen Kommentar suchen. Antike Kommentare bezeichnet man als "Scholien".

Konkordanzen

Konkordanzen und Indices verzeichnen die Wörter, die in einem oder allen Werken eines antiken Autoren vorkommen, in alphabetischer Reihenfolge unter Angabe der genauen Textstelle. Konkordanzen verzeichnen das Wort mit dem Kontext, Indices nur die Stelle. Die Konkordanzen stehen bei den antiken Autoren im Anschluß an die Scholien. Im Alphabetischen Katalog ist bei dem entsprechenden Autor eine Karte mit dem Formalbegriff "Konkordanz" bzw. "Index" zu finden.

Häufig befinden sich auch in den Textausgaben, zumindest für die wichtigsten Wörter, Indices.

Wenn Sie ein bestimmtes Wort oder eine Phrase eines bestimmten Autors oder bei allen antiken Autoren suchen, können Sie die beiden Text-CD-ROMs benutzen: TLG für griechische Autoren (cd. 86)

PHI#5 für lateinische Autoren (cd 60; diese enthält allerdings nur lateinische Autoren bis ca. 300 n. Chr., die Patristen sind nicht enthalten)

Kopieren

In der Bibliothek selbst besteht keine Kopiermöglichkeit. Die Bücher können aber jederzeit kurzfristig zum Kopieren entliehen werden. Bitte überlegen Sie, ob eine Kopie wirklich notwendig ist und behandeln Sie die Bücher schonend. Bestimmte Werke sind aus konservatorischen Gründen von der Kopiermöglichkeit ausgeschlossen. Bitte beachten Sie das Urheberrecht!


N

Nachschlagewerke

Hier seien einige wichtige Nachschlagewerke kurz vorgestellt. Es handelt sich nur um eine Auswahl. Am besten, Sie orientieren sich selbst einmal am Regal. Die meisten Nachschlagewerke stehen in der Gruppe RL.

Allgemeine Nachschlagewerke

Das nach wie vor wichtigste Werk ist:

  • Paulys Realencyclopaedie der classischen Altertumswissenschaft / neue Bearb. hrsg. von Georg Wissowa. - Stuttgart, 1894-1972, 68 Halbbände (RE 1-68), zitiert als RE oder Pauly/Wissowa oder auch PW
    Das Werk ist in zwei Reihen erschienen: 1. Reihe A-Q 2. Reihe R-Z Zitiert wird nach Band und Halbband
    (z. B. II,1 = 3. Halbband: Apollon - Artemis), bei der 2. Reihe wird "A" angefügt (z. B. IVA,1 = 7. Halbband: Stoa - Symposion). Ergänzt wird das Grundwerk durch 15 Supplementbände (RE 70-84).
    Die RE enthält sowohl Personen- wie Sachartikel. Römische Personennamen werden grundsätzlich unter ihrem nomen gentile verzeichnet. Cicero ist also bei T (Marcus Tullius Cicero) zu finden. Frauennamen sind nach den Männernamen eingeordnet (z. B. Cornelia nach Cornelius). I und J sowie U und V sind gleichgeordnet. Stichwörter mit dem Anfangsbuchstaben W sind bei V eingeordnet.
    Erschlossen wird das Werk durch ein Gesamtregister / erarb. von Tobias Erler [u.a.]. - Stuttgart 1. Alphabetischer Teil. - 1997
    (Der 2., systematische Teil ist noch nicht erschienen) (RE 85)
  • Eine überarbeitete Kurzfassung der RE stellt dar: Der kleine Pauly : Lexikon der Antike / bearb. u. hrsg. von Konrat Ziegler u. Walther Sontheimer. - Stuttgart, 1964-1975. 5 Bände (RE 201-205), zitiert als Kl.P oder KP
    Die Artikel sind hier gegenüber der RE gekürzt und überarbeitet. Zuweilen ist auch neuere Literatur angegeben.
  • Der Neue Pauly (DNP) : Enzyklopädie der Antike [T. 1.] Altertum / hrsg. von Hubert Cancik u. Helmuth Schneider. - Stuttgart, 1996-
    Das Werk ist völlig neu konzipiert, ersetzt aber die alte RE nicht.
  • Ein älteres, aber immer noch sehr nützliches Werk ist: Ch. Daremberg/Edm. Saglio: Dictionnaire des antiquités grecques et romaines. - Paris, 1877-1919
    6 Bände in 10 Teilbd. (RL 1022)
    Zitiert als DS. Enthält nur Sachartikel, zahlreiche Abbildungen.

Zu ersten Orientierung sehr nützlich sind:

  • Lexikon der Alten Welt (LAW) / hrsg. von Carl Andresen [u.a.]. - Zürich, 1965 (RL 1100) Die Literaturangaben sind etwas veraltet. Sehr nützlich sind die Anhänge:
    I. Antike Bildnisse
    II. Handschriften
    III. Papyri
    IV. Ausgrabungen
    V. Maße und Gewichte
    VI. Geflügelte Worte Antike Autoren und ihre Werke, Sp. 3439-3464 Zeitschriften und Standardwerke, Sp. 3463-3486
  • The Oxford classical dictionary (OCD) / ed. by Simon Hornblower & Antony Spawforth. - 3. ed. - Oxford, 1996 (RL 1130(3) ). Meist englischsprachige Literatur.
  • Wichtig für die Spätantike und das Frühchristentum ist: Realenzyklopädie für Antike und Christentum (RAC) / hrsg. von Theodor Klauser. - Stuttgart, 1950-
    Bisher erschienen: Bd. 1-18: A - Italia. Das Werk erscheint sehr langsam.

Autorenlexika:

  • Kroh, Paul: Lexikon der antiken Autoren. - Stuttgart, 1972. (RL 1610). Kurze Artikel mit knappen Literaturangaben.
  • Metzler Lexikon antiker Autoren / hrsg. von Oliver Schütze. - Stuttgart, 1997 (RL 1650). Kurze Beschreibung von Leben und Werk, knappe Literaturangaben.
  • Tusculum-Lexikon griechischer und lateinischer Autoren des Altertums und des Mittelalters / von Wolfgang Buchwald, Armin Hohlweg, Otto Prinz. - 3., neu bearb. u. erw. Aufl. - München, 1982 (RL 1760 (3) )
  • Pökel, Wilhelm: Philologisches Schriftsteller-Lexikon. - Leipzig, 1882 (Nachdr.: Darmstadt, 1966) (RL 650) Verzeichnet Philologen von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1880. Ganz kurze biographische Angaben. Verzeichnung der Werke, v.a. der Editionen des Philologen. Immer noch sehr nützlich.

Bibliographien:

  • Bibliotheca scriptorum classicorum / hrsg. von Wilhelm Engelmann. - 8. Aufl., umfassend die Literatur von 1700 bis 1878 / neu bearb. von E. Preuss. - Leipzig (bibl. 16/1-2)
    1. Scriptores Graeci. - 1890
    2. Scriptores Latini. - 1882
  • Bibliotheca scriptorum classicorum et Graecorum et Lationorum : d. Literatur von 1878 bis 1896 einschließl. umfassend / hrsg. von Rudolf Klussmann. - Leipzig (bibl. 17/1,1-2,2)
    1. Scriptores Graeci
        1. T. Collectiones. Abercius bis Homerus. - 1909
        2. T. Hybrias bis Zosimus. - 1911
    2. Scriptores Latini
        1. T. Collectiones. Ablavius bis Lygdamus. - 1912
        2. T. Aemilius Macer bis Zeno. - 1913
  • Bibliographie de l'antiquité classique 1896 - 1914 par Scarlat Lambrino. - Paris (bibl. 18/1)
    1. Auteurs et textes. - 1951 (der 2. Teil ist nie erschienen)

Da diese drei Bibliographien keinen Sachteil enthalten, kann man ergänzend hinzuziehen:

  • Bibliotheca philologica classica : Verzeichnis der auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft erschienenen Bücher, Zeitschriften, Programm-Abhandlungen, Aufsätze in Zeitschriften u. Recensionen. - Berlin, 1874-1938 (bibl. 10)
    1 (1874) - 65 (1938)
  • Dix années de bibliographie classique : bibliographie critique et analytique de l'antiquité gréco-latin pour la periode 1914-1924 / publ. par J. Marouzeau. - Paris (bibl. 19/1-2)
    1. Auteurs et textes. - ed. rev. et corr. - 1957
    2. Matières et disciplines. - 1928

All diese Bibliographien werden fortgesetzt durch:

  • L'Année philologique (APh) : Bibliographie crit. et analytique de l'antiquité gréco-latine / publ. par J. Marouzeau. - Paris, 1928 - (bibl. 20) 1(1924-26). 1928 ff
    Dies ist die wichtigste Bibliographie für die Klassische Philologie. Sie erscheint jährlich und enthält einen Autorenteil sowie einen Sachteil. Zahlreiche Werke sind mit einer kurzen Inhaltsangabe (sog. "abstract"). versehen.
    Erschlossen ist jeder Band durch ein Verfasserregister. Rezensionen werden bei dem besprochenen Werk angeführt. Wenn in späteren Jahren weitere Rezensionen erscheinen, wird das rezensierte Werk nochmals (in Kurzform) im neuen Jahrgang aufgenommen. Die Rezensionen sind nach dem senkrechten Strich aufgeführt. Die Jahrgänge 45 (1974) - 60 (1989) sind mittlererweile auf CD-ROM (DCB = Database of Classical bibliography) zugänglich. In den bisher vorgestellten Bibliographien wird keine fachdidaktische Literatur verzeichnet. Dafür kann man folgende Werke heranziehen:
  • Clavis didactica Graeca : Bibliographie für den Griechischunterricht / Andreas Müller; Markus Schauer. - Bamberg, 1996 (did. 1110) Verzeichnet die fachdidaktische Literatur von 1971-1992
  • Clavis didactica Latina : Bibliographie für den Lateinunterricht / Andreas Müller; Markus Schauer. - Bamberg, 1994 (did. 1111) Verzeichnet die fachdidaktische Literatur von 1971-1992
  • Gerstmann, Dieter: Bibliographie Lateinunterricht. - Paderborn, 1997 (did. 716/1-2)
    [1.] Lateinische Autoren: Sekundärliteratur, Werkausgaben, Kommentare und Übersetzungen.
    [2.] Didaktik, Methodik, Realien/Sachbegriffe, Eigennamen, Grammatik

Kulturgeschichte:

  • Weeber, Karl-Wilhelm: Alltag im Alten Rom : e. Lexikon. - Zürich, 1995 (RL 1185)
    Römisches Alltagleben mit Quellenangaben.

Antike Literatur:

  • Hauptwerke der antiken Literaturen : Einzeldarstellungen u. Interpretationen zur griech., lat. u. biblisch-patrist. Literatur / hrsg. von Egidius Schmalzriedt. - München, 1976 (RL 1573)
    Kurze Inhaltsangabe und Würdigung mit Angabe der Ausgaben und Übersetzungen, knappe Literaturangaben
  • Lexikon der antiken christlichen Literatur / hrsg. von Siegmar Döpp u. Wilhelm Geerlings. - Freiburg, 1998 (RL 1613)
  • Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur. - 5., verb. Aufl. - Stuttgart, 1969 (RL 1780(5))
    Geht über den Bereich der klassischen Antike hinaus. Sehr gut für die erste Orientierung.

Literaturtheorie:

  • Lexikon literaturtheoretischer Werke / hrsg. von Rolf Günter Renner u. Engelbert Habekost. - Stuttgart, 1995. - (KTA ; 425) (RL 1616) Beschreibt literaturtheoretische Abhandlungen.
  • Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie : Ansätze - Personen - Grundbegriffe / hrsg. von Ansgar Nünning. - Stuttgart, 1998 (RL 1653) Enthält sowohl Sach- wie Personenartikel.

Metriktheorie:

  • Knörrich, Otto: Lexikon lyrischer Formen. - Stuttgart, 1992 (RL 1605)

Mittelalter:

  • Lexikon des Mittelalters (LMA). - München, 1980-1998 (RL 250) Bd. 1-9. Deckt auch die Spätantike ab.

Mythologie:

  • Hunger, Herbert: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie : mit Hinweisen auf d. Fortwirken antiker Stoffe u. Motive in d. bildenden Kunst, Literatur u. Musik d. Abendlandes bis zur Gegenwart. - 8., erw. Aufl. - Wien, 1988 (RL 1238(8) )
  • Lexicon iconographicum mythologiae classicae (LIMC). - Zürich, 1981-97 (RL 1250) 8 Doppelbände
    Bietet reichhaltig Bildmaterial zur antiken Mythologie

Philosophie:

  • Historisches Wörterbuch zur Philosophie (HWPh) / hrsg. von Joachim Ritter u. Karlfried Gründer. - Darmstadt, 1971- (RL 2190) Bisher erschienen: Bd. 1-9: A-Sp

Rechtsgeschichte:

  • Berger, Adolf: Encyclopedic dictionary of Roman law. - Philadelphia, 1980
    (Repr. aus: Transactions of the American Philosophical Society. N. S. vol. 43, part 2. 1953) (RL 1013)

Religionsgeschichte:

  • Die Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG) : Handwörterbuch für Theologie u. Religionswiss. / hrsg. von Kurt Galling. - 3., völlig neu bearb. Aufl. - Tübingen, 1957-62
    6 Bände (RL 2080)
  • Neuauflage: Religion in Geschichte und Gegegwart (RGG4) : Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft / hrsg. von Hans Dieter Betz .- 4., völlig neu bearbeitete Aufl. - Tübingen, 1998- (RL 2081)
    Bisher erschienen: 1. A - B. - 1998
    Geht über die Antike hinaus. Nützlich für das Frühchristentum.

Rezeptionsgeschichte:

Lexikon der antiken Gestalten : mit ihrem Fortleben in Kunst, Dichtung u. Musik / Eric M. Moormann ; Wilfried Uitterhoeve. - Stuttgart, 1995 (RL 1120)
Behandelt sowohl historische wie fiktive Personen.

Rhetoriktheorie:

  • Historisches Wörterbuch der Rhetorik (HWR) / hrsg. von Gert Ueding. - Darmstadt, 1992- (RL 1790)
    Bisher erschienen: Bd.1 - 4. A - K

Sprachwissenschaft:

  • Bußmann, Hadumod: Lexikon der Sprachwissenschaft. - 2., völlig neu bearb. Aufl. - Stuttgart, 1990 (RL 1315(2)) Sehr gut für den ersten Überblick.

Textüberlieferung:

  • Texts and transmission : a survey of the Latin classics / ed. by L. D. Reynolds. - Oxford, 1983 (pal. 880)
    Alphabetisch nach lateinischen Autoren geordnet. Kurze Darstellung der Textgeschichte mit Angabe der Handschriften.

Neuerwerbungen

Die neu angeschafften Bücher werden ca. vier Wochen im Regal gegenüber der Aufsicht zur Einsichtnahme bereitgestellt. Sie können normal benutzt werden, also auch übers Wochenende entliehen werden. Im Regal werden sie durch einen grünen Buchwächter vertreten.


O

Opac

Der OPAC (=Online Public Access Catalogue) ist der elektronische Katalog der Universitätsbibliothek München bzw. der Bayer. Staatsbibliothek. Sie können von Bibliotheks-Computern aus in beiden Katalogen recherchieren und bestellen. Folgen Sie den Hinweisblättern an den Computern und beachten Sie das Schulungsangebot der UB.


R

Rezensionen

Rezensionen sind Besprechungen neu erschienener Werke. In der Année philologique sind die Rezensionen bei den besprochenen Werken verzeichnet und folgen nach dem senkrechten Strich. Wichtige Rezensionsblätter sind:

  • Anzeiger für Altertumswissenschaft (Z 150)
  • Gnomon (Z 620)
  • The classical review (Z 1370)
  • Revue de philologie (Z 1500)
  • Rivista di filologia (Z 1530)

Darüber hinaus sind in den meisten Zeitschriften Rezensionen enthalten. Falls ein Sonderdruck einer Rezension in der Bibliothek vorhanden ist, ist dieser nur unter dem Verfasser der Rezension im Katalog verzeichnet.


S

Sammelbände

Sammelbände sind von der Bibliothek zusammengestellte Buchbindereinheiten. Die Gruppe misc., die nicht mehr weitergeführt wird, besteht aus solchen Sammelbänden. Es werden hier Schriften geringen Umfangs (hauptsächlich Sonderdrucke, Dissertationen, Vorträge) zusammengefaßt.

Solche kleinen Schriften werden jetzt sachlich zusammengehörig bei der entsprechenden Sachgruppe aufgestellt. Sie tragen immer die Signatur ... 1a/... Beisp. h.litt. 1a/1 = Aufsätze zur antiken Literatur, Bd. 1. Kleine Schriften zu antiken Autoren werden in der Gruppe Sep. aufbewahrt. Wenn genügend Hefte zu einem Autor zusammengekommen sind, werden diese zu einem Sammelband gebunden und am Anfang der Sekundärliteratur des entsprechenden Autors eingestellt. Die Beiträge sind einzeln im Katalog erfaßt.

Sammelwerke

In Sammelwerken sind Beiträge verschiedener Verfasser zu einem bestimmten Thema zusammengetragen. Festschriften, Kongressberichte, übergreifende Werke wie die ANRW oder die Bände aus der Reihe "Wege der Forschung" sind Beispiele solcher Sammelwerke. Es handelt sich also um anonyme Werke, die dementsprechend unter ihrem Titel (Ordnungswort erstes Substantiv) in der entsprechenden Gruppe aufgestellt werden. Im Alphabetischen Katalog sind sie unter ihrem Titel sowie dem Herausgeber verzeichnet. Die einzelnen Aufsätze sind in der Regel nicht im Katalog aufgeführt.

Sammlung

Eine Sammlung enthält mehrere oder alle Werke eines Verfassers. Sammlungen antiker Autoren werden als "Opera" (wenn sie alle Werke enthalten) oder als "Teilsammlungen" bezeichnet. Sammlungen moderner Verfasser (oft mit der Bezeichnung "Kleine Schriften", "Opuscula" oder dgl.) stehen in der Gruppe op. Auch Ausgaben von Briefen sind Sammlungen. Sie sind im Alphabetischen Katalog beim Verfasser sowohl mit dem Formalbegriff "Sammlung" als auch mit ihrem Titel verzeichnet. Falls Sie einen Aufsatz suchen, aber das betreffende Sammelwerk oder die Zeitschrift nicht in der Bibliothek vorhanden ist, denken Sie daran, dass der gesuchte Aufsatz eventuell in einer Sammlung abgedruckt sein könnte. Sammlungen enthalten auch häufig Schriftenverzeichnisse des Verfassers.

Schlagwortkatalog

Im Schlagwortkatalog (SWK) sind die in der Bibliothek vorhandenen Werke unter sachlichen Gesichtpunkten verzeichnet. Es wird der jeweils engste Begriff gewählt (z. B. Liebeselegie, röm., nicht Dichtung, röm. oder Literatur, lat.).

Beispiel: Schmidt, Ernst A.: Bukolische Leidenschaft oder Über antike Hirtenpoesie
Nachgewiesen unter:
- Bukolik
- Theokrit : Bukolik
- Vergilius : Eclogae

Die Schlagwörter sind in der Regel deutsch. Die Adjektive "griechisch", "lateinisch" und "römisch" sind dem Hauptschlagwort nachgestellt, im übrigen gilt die natürliche Wortfolge (z. B. Hellenistische Philosophie).

Bei Synomymen wird meist die im Lexikon der Alten Welt. - Zürich, 1965 verwandte Form gewählt. Von der nicht gewählten Form wird verwiesen.
z. B. Päderastie s. Knabenliebe

Von nahe verwandten Begriffen wird gegenseitig verwiesen.

z. B. Knabenliebe s.a.
Homosexualität

Homosexualität s.a.
Knabenliebe

Griechische Namen werden, im Gegensatz zum Alphabetischen Katalog in griechischer Form, aber in lateinischer Transliteration angesetzt (z. B. Kallimachos).

Der SWK ist alphabetisch geordnet. I und J sind gleichgeordnet. Bei gleichen Schlagwörtern liegt das neueste Werk an erster Stelle (umgekehrte chronologische Ordnung).

Im SWK sind keine Texte und Aufsätze nachgewiesen.

Hinweis: Finden Sie im Katalog unter dem von Ihnen gewählten Begriff keinen Eintrag, versuchen Sie es mit einem verwandten oder übergeordneten Begriff.

Ein wichtiges Fortschrittsberichtsorgan ist die Zeitschrift Lustrum (Z 1100).

Scholien

Scholien sind antike Kommentare zu antiken Autoren. Sie stehen entweder bei dem kommentierten Autor im Anschluss an die Übersetzungen oder bei dem antiken Scholiasten und werden als dessen Werk behandelt. In jedem Falle findet sich eine Eintragung bei dem kommentierten Autor mit dem Formalbegriff "Scholia" sowie beim Scholiasten im Alphabetischen Katalog.

Serien

Serien (auch Reihen genannt) sind fortlaufende Publikationen, deren einzelne Bände, im Gegensatz zu Sammelwerken oder Zeitschriften, in der Regel nur das Werk eines Verfassers (Monographie) enthalten. Es gibt natürlich auch Sammelwerke, die in einer Serie erschienen sind. Das Sammelwerk als solches ist ebenfalls eine Monographie. Zeitschriften haben oft Ergänzungsbände, die Serien darstellen. Diese nicht mit der Zeitschrift verwechseln!

Beisp. Wiener Studien = Zeitschrift
Wiener Studien. Beihefte = Serie

Die Serien sind zum Teil geschlossen bei Z aufgestellt. Im Alphabetischen Katalog findet sich auch eine Eintragung unter der Serie.

Sigel

Das universitätsinterne Sigel des Instituts für Griechische und Lateinische Philologie lautet 1303.

Signatur

Die Signatur (Buchnummer) legt den Standort eines Buches in der Bibliothek fest. Es handelt sich um sog. "Mnemotechnische" Signaturen, d. h. die Buchstabenfolge kann zu einem oder mehreren vollständigen Wörtern aufgelöst werden, die den Inhalt der jeweiligen Gruppe charakterisieren. Nach der Buchstabenkombination folgt eine ein- bis fünfstellige Zahl, nach der die Bücher dann numerisch geordnet werden. Da bei einer systematischen Aufstellung die Zahlen an manchen Stellen nicht ausreichen, werden sie durch sog. "Exponenten" (kleine hochgestellte Buchstaben) erweitert. Signaturen mit Exponenten ordnen nach den Grundsignaturen und dann alphabetisch. Um das Nummernkontingent besser auszunützen kommen noch Sonderzeichen hinzu.

  • Beispiel
    a.lat. 1600/13(2)+2
    Gruppe. Grundsign./Bandzählung (Auflage)+Exemplar
    Geordnet werden die Sonderzeichen in der vorliegenden Reihenfolge.
    Beisp. a.lat. 1600/13(1)
    a.lat. 1600/13(2)+1
    a.lat. 1600/13(2)+2
    a.lat. 1600/16

Leider wurde früher keine Unterscheidung zwischen Bandzählung, Auflage oder Exemplaren gemacht. Die Bände eines Werkes können daher einfach durchnummeriert oder mit Exponenten versehen sein.

Sonderdrucke

Sonderdrucke sind gesondert herausgegebene Aufsätze aus Zeitschriften oder Sammelwerken. Die Sonderdrucke werden wie selbständige Werke behandelt, also im Alphabetischen Katalog unter ihrem Verfasser verzeichnet. Sonderdrucke und andere dem Umfange nach kleine Schriften sind häufig in Sammelbänden zusammengebunden.

Sonderdrucke zu antiken Autoren werden in der Gruppe Sep. aufbewahrt. Hinweis: Falls Sie einen Aufsatz suchen, aber die entsprechende Zeitschrift in der Bibliothek nicht vorhanden ist, sehen Sie bei dem Verfasser nach, ob nicht eventuell ein Sonderdruck vorhanden ist.

Systematik

Die Bibliothek ist in folgende Gruppen gegliedert:

a.gr. = auctores Graeci

Griechische Autoren.
Alphabetisch nach den lateinischen Namen geordnet.
Einteilung innerhalb eines Autoren:
- Gesamtausgaben (Opera)
- Teilsammlungen
- Fragmente
- Auszüge
- Einzelwerke
- reine Übersetzungen
- Scholien
- Viten
- Indices, Konkordanzen
- Bibliographien
- Sekundärliteratur

a.lat. = auctores Latini

Lateinische Autoren. Geordnet wie a.gr.

ant. = antiquaria

Antikes Leben und Kultur, Politik, Wirtschaft, Recht (Rechts texte stehen in den Gruppen coll.gr. bzw. coll.lat.)

arch. = archaeologica

Archäologie und Kunst, Reiseführer

bibl. = bibliographica

Bibliographien, bibliothekarische Fachliteratur

cass. = cassetae

Ton- und Videocassetten, CDs

cd. = CD-ROMs

chr.gr. = christiani graeci

Griechische christliche Autoren.
Einteilung wie bei a.gr.

chr.lat. = christiani latini

Christliche lateinische Autoren.
Einteilung wie bei a.gr.

coll.chr. = collectanea christiana

Sammelwerke christlicher Autoren.
Bibelausgaben und Sekundärliteratur.

Die übrigen Sammelwerke alphabetisch nach Herausgebern bzw. dem Titel geordnet.

coll.gr. = collectanea graeca

Sammelwerke griechischer Autoren.
Ausgaben mehrerer Autoren unter einem sachlichen Gesichtspunkt (z. B. Griechische Historiker).Alphabetisch nach lateinischen Rubriken (z. B. Historici Graeci) geordnet. Innerhalb der Rubriken alphabetisch nach Herausgebern. Hier steht keine Sekundärliteratur!

coll.lat. = collectanea latina

Sammelwerke lateinischer Autoren.
Ordnung wie bei coll.gr.

did. = didactica

Fachdidaktik und Schulausgaben. Diese Gruppe ist untergliedert:

  • Unterrichtswerke
  • Textausgaben mit Lehrerkommentaren
  • Anthologien, Chrestomathien
  • Fachdidaktik
  • Latein lernen
  • Spaß mit Latein

epigr. = epigraphica

Inschriften und Literatur zur Epigraphik.

etr. = etruscologica

Literatur zu den Etruskern.

geogr. = geographica

Antike Geographie, Atlanten (auch historische).

Hb = Handbücher

Handbücher, Einführungen, wichtige Literaturgeschichten, Grammatiken Die Gruppe ist untergliedert:

  • Allgemeine Einführungen
  • Enzyklopädische Reihenwerke (z. B. HAW)
  • Literaturgeschichten (weitere bei h.litt.!)
  • Grammatiken (weitere bei ling.!)
  • Sprachlehren (weitere bei ling.!)
  • Einzelne literarische Gattungen
  • Sonstige Handbücher zur Altertumskunde
  • Sonstige Handbücher (Philosophie etc.)

hist. = historica

Alte Geschichte

h.litt. = historia litterarum

Literaturgeschichte, Literatur zu den einzelnen Literaturgattungen und Themen. Hier steht auch die Literatur, die mehr als einen antiken Autor behandelt. Die Gruppe ist feiner untergliedert:

  • Allgemeine Literaturgeschichten
  • Griechische Literaturgeschichten
  • Lateinische Literaturgeschichten
  • Poetik, Literaturkritik
  • Epos
  • Dichtung
  • Epigramm
  • Bukolik
  • Römische Satire
  • Drama, allgemein
  • Tragödie
  • Komödie
  • Satyrspiel
  • Prosa, allgemein
  • Fabel, Mythographie
  • Roman
  • Historiographie, Biographie
  • Epistolographie
  • Rhetorik
  • Motive
  • Einzelaspekte

hum. = humanistica

Humanismus, Renaissance (einschließlich der Texte), Rezeption, Bildungsgeschichte

Lex. = Lexica

  • Wörterbücher
  • Lex.ety. etymologische Wörterbücher
  • Lex.gr. griechische Wörterbücher
  • Lex.lat. lateinische Wörterbücher
  • Lex.ml. mittellateinische Wörterbücher
  • Lex.v. Wörderbücher moderner Sprachen
  • ling. = linguistica
  • Sprachwissenschaft
  • MA = MittelAlter
  • Texte und Sekundärliteratur mittellateinischer Autoren

mag. = Magisterarbeiten

man. = manualia

Grundlegende Einführungen und Handbücher. Diese Bücher können vier Wochen entliehen werden.

metr. = metrica

Metrik

MGH = Monumenta Germaniae Historica

Quellensammlung zur deutschen Geschichte.

misc. = miscellanea

Sammelbände vermischten Inhalts. Die Beiträge sind einzeln im Katalog verzeichnet.

mus. = muscica

Musik

neolat. = neolatini

Neulateinische Texte (ab ca. 1600)

nov. = novakiana

Notenausgaben und Tonaufnahmen von Jan Novák

op. = opuscula

Werke übergreifenden Inhalts, Sammlungen, Festschriften

pal. = palaeographica

Antikes Buchwesen, Schrift- und Handschriftenkunde, Faksimile-Ausgaben von Handschriften, Textkritik

pap. = papyrologica

Papyrus-Ausgaben, Papyrologie

philol. = philologica

Philologie- und Wissenschaftsgeschichte

philos. = philosophica

Philosophie

RE = RealEncyclopaedie der classischen Altertumswissenschaft / hrsg. von A. Pauly; G. Wissowa, Der Kleine Pauly, Der Neue Pauly

rel. = religio antiqua

Antike Religion, Mythologie, Frühchristentum

RL = RealLexika

Nachschlagewerke. Die Gruppe ist weiter untergliedert:

  • Allgemeine Nachschlagewerke
  • Personenlexika
  • Institutionenverzeichnisse
  • Uni-, Studienführer
  • Vorlesungsverzeichnisse
  • Allgemeine Ratgeber
  • Nachschlagewerke zum klassischen Altertum
  • Mythologische Nachschlagewerke
  • Sprachwissenschaftliche Nachschlagewerke
  • Literaturwissenschaftliche Nachschlagewerke, Autorenlexika
  • Theologische Nachschlagewerke
  • Philosophische Nachschlagewerke
  • Geschichtliche Nachschlagewerke

sc. = scientia

Antike Naturwissenschaft, Mathematik, Medizin, Technik

stud. = Studentenbibliothek

Diese Bücher sind vier Wochen verleihbar

Sep. = Separata

Kleine Schriften zu antiken Autoren. Alphabetisch nach diesen geordnet

Z = Zeitschriften, Serien

Alphabetisch nach dem ersten Substantiv geordnet. Die Sachgruppen sind alphabetisch nach dem Verfasser bzw. nach dem Titel (bei Sammelwerken) geordnet.


U

Übersetzungen

Übersetzungen wurden erst in neuerer Zeit angeschafft. Zweisprachige Ausgaben werden wie Textausgaben behandelt. Reine Übersetzungen stehen im Anschluss an die Einzelausgaben. Viele Übersetzungen stehen im Glasschrank. Aber denken Sie aber daran, dass dort nicht alle stehen. Zahlreiche befinden sich, v. a. wenn es sich um zweisprachige Ausgaben handelt, einfach am Regal. Die deutschen Übersetzungen sind eigens im Alphabetischen Katalog verzeichnet, oft gekennzeichnet durch einen blauen Reiter.


W

Wo ist das Buch?

Falls Sie ein gewünschtes Buch nicht am Regal finden sollten, denken Sie daran, dass es falsch eingestellt sein könnte. Suchen Sie in der Umgebung des richtigen Standortes.

Das Buch könnte auch, was bei schmalen Bänden leicht passiert, nach hinten gerutscht sein.

Achten Sie also - im eigenen Interesse - auf das richtige Einstellen der Bücher. Wenn Sie es dann immer noch nicht finden sollten, wenden Sie sich bitte an die Aufsicht. Falls das Buch ausgeliehen sein sollte, wird es auf Wunsch zurückgefordert.

Wörterbücher

Alle Wörterbücher tragen die Signatur „Lex.“ und stehen im Regal. Bitte stellen Sie Wörterbücher nach Benutzung wieder korrekt in das Regal ein.


Z

Zeitschriften

Zeitschriften sind im Alphabetischen Katalog unter ihrem Titel verzeichnet. Erstes Einordnungswort ist das erste Substantiv.
Beisp. Der Altsprachliche Unterricht Einordnung: Unterricht altsprachliche
Am Regal sind sie ebenso geordnet.

Zeitschriftenaufsätze sind nicht im Katalog verzeichnet. Ausnahme: Aufsätze der am Institut lehrenden Dozenten, Sonderdrucke.

Zeitschriften der Universität München und der Bayer. Staatsbibliothek sind im OPAC zu finden. Dort sind auch die Zeitschriften der Institutsbibliothek verzeichnet.(Sigel 1303).

Zitieren

Textausgaben antiker Autoren sollten immer zitiert werden mit Autor: Titel. Herausgeber, Ort, Jahr
z. B. Propertius: Elegiarum libri IV. Ed. Rudolf Hanslik, Leipzig, 1979

Stellenangaben:

  • Für lateinische Autoren sind die Abkürzungen des Thesaurus Linguae Latinae. Index - Lipsiae 21990 verbindlich.
    z. B. Ov.met. 5,456 = Ovidius: Metamorphoses, Buch V, Vers 456
  • Für griechische Autoren hat sich mittlererweile durchgesetzt:
    Diccionario griego-espanol (DGE). - Madrid, 1980, Vol. I, S.IL-CXXII: Autores y obras
  • Moderne Autoren werden zitiert mit Name, Vorname: Titel, Ort, Jahr
    z. B. Holzberg, Niklas: Ovid, München 21998
    Der Vorname kann auch abgekürzt werden. Die Auflage wird vor der Jahreszahl hochgestellt angegeben.
  • Aufsätze werden zitiert mit
    Name, Vorname: Titel in: Zeitschrift Jahrgang (Jahr),Seitenzahl
    z. B. Schwinge, E.-R.: Aristoteles über Struktur und Sujet der Tragödie in: RhM 139 (1996), 111-126
    Die Zeitschriften werden nach der Liste der Année philologique abgekürzt.