Griechische und lateinische Philologie
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Münchner Herodot-Sommer 2017

Summerschool - Anmeldeschluss 15.06.2017

15.06.2017

Münchner Herodot-Sommer 2017

Thema und Ziel der Tagung, Zielgruppe:

Die internationale Erforschung von Herodots Historien hat in den letzten Jahrzehnten nicht nur floriert, sondern auch erkennbare Fortschritte im Verständnis und in der Deutung des vielschichtigen Werkes erzielt. Dabei waren neben Einsichten der Erzählforschung und der umsichtigen Kontextualisierung Herodots in der Literatur des fünften Jahrhunderts vor Christus auch interdisziplinäre Forschungsansätze von wegweisender Bedeutung, um das Werk des ‚Vaters der Geschichtsschreibung‘ sowohl in seiner erzählerischen und literarischen Bedeutung als auch in seiner inhaltlichen Komplexität mehr zu würdigen. Seit kurzem liegt nun auch in editorischer Hinsicht ein ‚neuer‘ kritischer Herodot-Text vor (Wilson), so dass es von Gewinn sein dürfte, die vielfältigen Tendenzen der Herodot-Forschung zusammenzuführen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies soll im Rahmen des Münchener Herodot-Sommers an der LMU München im September 2017 geschehen. Neben klassisch-philologischen Beiträgen zur kritischen Edition des Textes und seiner Überlieferungsgeschichte sowie Fragen und Problemen der Übersetzung bilden die folgenden Themen weitere Schwerpunkte des Münchener Herodot-Sommers: die Kontextualisierung der Historien in ihrer Zeit (unter besonderer Berücksichtigung der Sophistik), ihr Verhältnis zum antiken Recht, Herodots Umgang mit Religion/en und fremder Kultur insbesondere am Beispiel Ägyptens sowie die Frage nach dem historiographischen Charakter des Werkes. Diese Themenfelder werden aus literatur- und religionswissenschaftlicher sowie althistorischer und ägyptologischer Perspektive beleuchtet. Der Münchener Herodot-Sommer richtet sich an Doktoranden, Studierende sowie interessierte Schüler und Lehrer der bayerischen Gymnasien. Die zu behandelnden Textpassagen werden den Teilnehmern im voraus als Reader zur Verfügung gestellt.

Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2017 (oliver.schelske@lmu.de oder andreas.schwab@klassphil.uni-muenchen.de).

Programm:

Montag, 4. September 2017

9-11 Uhr Panel I: Herodotus: Text, transmission, and the new edition

Nigel Wilson (Oxford)

[11-13 Uhr Besuch der Bayerischen Staatsbibliothek (unter der Führung von Dr. Wolfgang-Valentin Ikas) und Arbeit am BSB Pap.graec.mon. 89 (Herodot, Buch I 115f.)]

14.30-17 Uhr Panel II: Herodot und ‘seine’ Zeit

Oliver Schelske (München)

Dienstag, 5. September 2017

9-13 Uhr Panel III: Sind Herodots Historiae Historiographie?

Martin Hose (München)

14.30-17 Uhr Panel IV: Herodot und das Recht

Christian Wendt (Berlin)

Mittwoch, 6. September 2017

9-13 Uhr Panel V: Herodot und fremde Kulturen: Ägypten

Alexander Schütze (München)

14.30-17 Uhr Panel VI: Herodot und Religion(en)

Andreas Schwab (München)

Donnerstag, 7. September 2017

9-13 Uhr Panel VII: Herodotus‘ Narrative Art / Herodots Erzählkunst

Emily Baragwanath (Chapel Hill)

14.30-17 Uhr Panel VIII: Herodot-Übersetzung: Einblicke in die Werkstatt

Christine Ley-Hutton (München)

 

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