Griechische und lateinische Philologie
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Claudianus Mamertus, De statu animae. Text und Textualität

Workshop der "Ghent Readers of Late Antiquity" (GROLA)

08.09.2017


grola_logo

GROLA-Workshop: Claudianus Mamertus, De statu animae.
Text und Textualität


In dem drei Bücher umfassenden Traktat De statu animae argumentiert der südgallische Theologe und Philosoph Claudianus Mamertus für die Unkörperlichkeit der Seele. Die um 470 verfasste und Sidonius Apollinaris gewidmete Schrift ist eine Replik auf einen anonym veröffentlichten Lehrbrief des Bischofs von Riez, Faustus, der darin drei zentrale theologische Themen behandelt: erstens das Verhältnis zwischen dem gezeugten und dem ungezeugten Gott, zweitens die Frage, ob die Gottheit Leid empfinden könne, und drittens die Frage nach der Beschaffenheit der Seele, deren Körperlichkeit Faustus behauptet. Mamertus nimmt in De statu animae zwar Stellung zu allen drei Punkten, setzt sich aber, wie der Titel des Traktats anzeigt, vor allem mit der dritten Position des Faustus dezidiert auseinander.


Im Rahmen des Forschungsverbunds mit der Universität Gent (B), GROLA („Ghent Readers of Late Antiquity“) treffen wir uns am


Freitag, dem 8. September, ab 13 Uhr
in Raum B 011
(Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1 bzw. Eingang Rückseite, Adalbertstraße)


und werden wesentliche Teile des ersten und zweiten Buchs gemeinsam lesen und diskutieren. Auf dem Weg einer genauen und intensiven Lektüre wird die ‚Textualität‘ des Textes, d.h. der Aufbau und die Struktur der Schrift, ihre Argumentationsweise und deren sprachliche Gestaltung sowie die im Text zu beobachtenden literarischen Strategien, insbesondere die Inszenierung der Autorinstanz, in den Blick genommen. Die gemeinsame Lektüre wird durch einige Impulsreferate ergänzt, die an die Schrift De statu animae heranführen und bestimmte Aspekte des Textes vertiefen.

Interessierte Postgraduierte, Promovenden und Studierende sind herzlich eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen, und werden gebeten, sich bei Dr. Tobias Uhle anzumelden.

Therese Fuhrer (LMU München) und Marco Formisano (Ghent University)


Servicebereich